„Am 27. October 1858 erkennen Kämmerer und Osterrichter, dass dem Schafhirten Steen von Katharinenhöfft; itzo zu Burg wohnhaftig, erlauptet sein soll, Mützen aus Schaaf- und Lammfellen anzubieten und zu verkaufen.“

 

Mit diesen Worten beginnt im Jahre 1858 eine beispielhafte Firmenkarriere auf der Insel Fehmarn. 150 Jahre später ist das Kaufhaus-Unternehmen STOLZ in der Blüte seines Schaffens und mit derzeit 20 Geschäftshäusern in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern ein erfolgreiches und beständig weiter expandierendes Familienunternehmen.

Firmengründer Joachim Friedrich Steen und seine Ehefrau.

Der Kaufmann Joachim Friedrich Steen wird schnell bekannt für seine „Steen’sche Baßlick Mützen“. Sein Sohn Claus Hinrich übernimmt das Geschäft 1888 und erfüllt sich wenig später den Traum vom eigenen Geschäft. Das erste Geschäftsgebäude stand am Süderende in der Stadt Burg auf Fehmarn, später dann am Markt an der Ecke Niendorfer Straße. Wenig später erwirbt Claus Hinrich Steen zwei alte Katen an genau dem Ort, wo jetzt das Hauptgeschäftshaus der Firma steht. Steen läßt diese beiden Katen abreißen und ein neues Gebäude errichten, dessen Grundmauern auch heute noch erkennbar sind und den Kern des jetzigen Kaufhaus-Komplexes in Burg bilden.

In dritter Generation übernehmen Johannes Steen und Frau Catharina, geb. Kühl, die Urgroßeltern des heutigen Firmenchefs, das Unternehmen und setzen den Aufbau der Firma erfolgreich fort.

Johannes Steen, Urgroßvater des jetzigen Firmeninhabers übernimmt dann 1893 die Geschicke des Unternehmens. Dieser gliedert schnell eine Schuhabteilung an die Pelzwaren an, seit diesem Zeitpunkt ist das Haus auf der gesamten Insel und darüber hinaus für seine Salamander Schuhe bekannt. Tabakwaren, Schreibwaren sowie die Wäsche sind bereits im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts in dem Geschäft zu haben. Es wird auch der erste Grundstein für die Damen- und Herrenkonfektion gelegt. Nach der Eheschließung von Martin Stolz mit Paula Steen übernimmt die Familie Stolz dann 1915 die Geschäftsführung. Obwohl 1924 die schweren Zeiten der Inflation das Deutsche Reich erschüttern, erweitert Martin Stolz trotz dieser schwierigen Umstände sein Geschäft.

1915 heiratet Josef Martin Stolz Paula Steen. Das Unternehmen trägt von nun an seinen Familiennamen.

Umbauen liegt der Familie im Blut und so wird bereits 1933 das Kaufhaus erneut umgebaut und vergrößert. 1958 übernimmt der Sohn von Martin Stolz durch den unerwarteten Tod seines Vaters die Geschäfte. Er wird aber in den ersten Jahren noch gerne von seiner Mutter mit Rat und Tat unterstützt. Bereits im Jahr 1958 führt das Haus 50.000 verschiedene Artikel in seinen Geschäftsräumen und hat zu dieser Zeit ein bereits beachtliches Sortiment. Durch den Erwerb von mehreren Gebäuden in dem Bereich Breite und Ohrstraße in Burg kann das Haus 1970 und 1979 nochmals baulich erweitert werden.

In der Stadt Heiligenhafen wird durch einen Neubau das zweite Geschäftsgebäude errichtet und 1974 eröffnet. Das jetzige Gesicht erhält das Kaufhaus in den Jahren 1979 bis 1988. Es wird nochmals erheblich umgebaut und um einige m² erweitert. 1991 tritt Martin Stolz jun. neben seinen Eltern Gisela und Martin Stolz sen. in die Geschäftsführung ein. Ebenfalls im gleichem Jahr wird das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt. Der Firmenname seit diesem Zeitpunkt lautet:

„Kaufhaus Martin Stolz GmbH“.

Ein großer Tag für das Unternehmer-Ehepaar Gisela und Martin Stolz: am Freitag, den 27. November 1970 öffnet der Neubau des Kaufhauses in Burg seine Türen.

Für die Expansion des Unternehmens nach Mecklenburg-Vorpommern gibt ebenfalls das Jahr 1991 den Startschuss, in Parchim wird ein Haus übernommen und eröffnet.

1992 erhält Parchim ein zweites Haus und auch in Bützow wird ein weiteres Haus geöffnet, im Ostseebad Kühlungsborn wird 1995 aus einer alten Villa ein weiteres Haus in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen. In Ribnitz-Damgarten geht die Expansion in die nächste Runde, 1996 wird hier ein Haus übernommen und im gleichen Jahr auch noch eröffnet.

In Barth und Grimmen wird 1999 die Kaufhaus-Familie um zwei weitere Filialen vergrößert. Aber auch in Schleswig-Holstein wird weiter an die Vergrößerung des Unternehmens gedacht. Das Haus in der kleinen Stadt Grömitz wird zum Osterfest 2000 feierlich eröffnet und kurz vor dem Weihnachtsfest öffnet in Heide eines der größten Häuser des Unternehmens seine Türen. In der Hafenstadt Kappeln bekommt die Kaufhausfamilie 2001 ein weiteres Kind dazu. Im selben Jahr übernimmt Herr Martin Stolz jun. die alleinige Unternehmensführung und eröffnet noch im gleichen Jahr das zwölfte Haus im Ostsee-Center-Stralsund. Auf der Insel Rügen in Sellin wird 2004 erstmals ein Neubau fertig gestellt, der das Standardkonzept für alle weiteren Häuser darstellt. Auf der schönen Insel Sylt wird 2005 in Tinnum das nächste Haus des Unternehmens gebaut und eröffnet, nur wenig später wird ganz in der Nähe des Stadtzentrums von Stralsund das 2. Haus in der Hansestadt seiner Bestimmung übergeben. In Büsum wird das nächste Haus 2006 eröffnet und 2007 kommt ein Haus auf Rügen dazu - in Altenkirchen kann man jetzt auch bei Stolz einkaufen. Außerdem gibt es in St. Peter-Ording an der Nordsee, in Sagard auf Rügen, und in Koserow auf der Insel Usedom auch neue Stolz-Filialen.

Begonnen hat alles mit einem kleinen Satz im Register der Kämmerer der Stadt Burg auf Fehmarn. Heute - 150 Jahre später - steht die 6. Generation der Kaufmannsfamilie Stolz in der Pflicht, das Unternehmen weiter voran zu bringen.

 

Vertrauen gegen Vertrauen...

 
...das war mehr als nur ein Wort, das war die Verpflichtung, die der Firmengründer Johann Friedrich Steen seinen Nachfolgern mit auf den Weg gegeben hat.
Wohlwissend, dass man sich Vertrauen erst erwerben muss, bevor man es geschenkt bekommt. Dieser Grundsatz hat dem Traditions-Unternehmen bis heute den Weg gewiesen und wird auch in Zukunft das unternehmerische Handeln bestimmen, damit man sich stets der Treue der Kundschaft würdig erweist.

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